17.12.2017


Traumata

Ein Trauma ist eine körperliche oder psychische Gewalteinwirkung. Dabei werden diese beiden Formen meistens vermischt und treten nie einzeln auf. Jeder Unfall, jedes unvorhersehbare Ereignis, kann ein Trauma nach sich ziehen. Dieses Trauma manifestiert sich erst, nachdem das auslösende Ereignis abgelaufen ist.

Den Ausspruch: "Der Schreck ist mir in die Glieder gefahren!", kennt wohl jeder aus der eigenen Erinnerung. Wie der Körper in der späteren Zeit mit dem erlebten Trauma umgeht, ist je nach den individuellen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. Bei einigen Menschen reicht eine schlechte Nachricht (plötzlicher Tod eines lieben Menschen, Beinahe-Unfall usw.) schon aus, um daraus ein individuelles Trauma zu gestalten. Andere haben auch nach besonderen Vorfällen, wie Vergewaltigung oder ähnliche tiefgreifende Ereignisse, keine Traumata in sich manifestiert.

Das körperliche Trauma

Erststadium:

  • Schreck, Erkennen der Gefahr
  • blitzartige kreatürliche Angst
  • Verkrampfung, muskuläre Anspannung
  • Gelenksblockaden
  • Manifestation der Starre in den Speicherorten Schultergürtel und Becken
oberer Körper Alle Gewalteinwirkungen, welche sich auf der bewussten Ebene abspielen, speichern sich im Schultergürtel, den Schlüsselbeinen, den oberen Rippen und den Schultergelenken.
unterer Körper Alle Gewalteinwirkungen, welche sich auf der unbewussten Ebene abspielen, speichern sich im Becken, den Hüften, dem Beckenboden, dem muskulären Halteapparat, in Blase, Gebärmutter, Prostata und Schließmuskel.

Das hat seinen Grund in der höchst interessanten Beobachtung:

  • Das Denken und Fühlen ist dem oberen Teil des Körpers zugeschrieben.
  • Das Wollen ist im unteren Teil des Körpers (Becken) somatisch verankert.

Beobachtungen

Kämpfer, wie Boxer oder Kampfsportler, haben auch bei einer Niederlage kein Trauma. Schläger (Straßenschläger, Kneipenschläger, Gangmitglieder, usw.) haben, trotzdem sie bei manchen Schlägereien sehr stark verletzt werden, keine Traumata oder sonstige nachhaltigen körperliche oder psychische Blockaden. Rennfahrer haben, trotzdem sie einen Unfall erlitten, kein Trauma. Stuntmänner entwickeln, trotz der oft brenzligen und teilweise lebensbedrohlichen Situationen, kein Trauma.

Grund

Sie wissen, was auf sie zu kommen könnte, und haben sich darauf psychisch eingestellt.

Also muss es zwingenderweise eine direkte Verbindung zwischen dem Vorhersehbaren und dem überraschenden Ereignis (Trauma) geben. Nur bei Geschehen die vom "Unbewussten" als Gefahr eingestuft werden, kommt es zu einem Trauma. Dieses Einstufen geschieht so schnell (blitzartig), wie es die Erinnerungen und Speicherungen kreatürlich projizieren können. Das heißt: Wird die Situation, in welcher sich der Mensch befindet, unbewusst als unbeherrschbar klassifiziert, kommt es zu den körperlichen Zuständen – zum Trauma.

Wird nun bei manifestierten Traumata nur eine Seite der Speicherung therapeutisch angegangen, so kann es nicht zu einer kompletten Aufarbeitung des Traumas kommen.

Nutzen aus diesem Wissen

Nur wenn die Orte der körperlichen Speicherung eines Traumas und das Trauma auch psychisch gleichzeitig therapeutisch behandelt werden, kann es zu einem ganzheitlichen Beantworten der Störung und der Symptome kommen.

Ein Beispiel

Patientin mit deutlichen Anzeichen eines Traumas nach mehrfachem sexuellen Missbrauch durch den Vater und in der Folgezeit durch den Klassenlehrer.

Obwohl die Patientin etliche Therapieformen auf der psychologischen Ebene und diverse psychologische Betreuungen mit Gruppenarbeiten, Selbsthilfegruppen usw. absolvierte, hatte sie immer noch deutlich sichtbare Schonhaltungen (Beckenverdrehungen, Beckenbodenbeschwerden) und offenkundige psychische Aussetzer.

Das äußerte sich unter anderem darin, dass alle Themen über urogenitale Störungen und die daraus resultierenden somatischen Beschwerden, mit den Geschehen in der Jugend gekoppelt wurden.

Unbewusst wurden diese Themen verhindert und es liefen, als Schutz für die Psyche, Verdrängungsprozesse ab. Trotz der Vielzahl der Therapieformen konnte es zu keiner positiven Lebensplanung kommen, da die Missbräuche über die urogenitalen Narben immer wieder, in Form vom vegetativen Rückkopplungen und Schonhaltungen die dabei erzwungen und geankert waren, an das bewusste und verbotene Tun erinnerten.

Die Patientin hatte durch den Missbrauch eigene Schuldgefühle entwickelt und war in dem Glauben gefangen, sie selbst wäre der Auslöser dieser Vorfälle. Die Täter sind in dem Bild, welches sie sich unbewusst gemacht hatte, von ihr zu den Taten quasi animiert worden. Ein Glaubenssatz, welcher bei vielen Opfern – gerade bei familiärem Missbrauch – entwickelt wird.

Die Patientin verdrängte die urogenitalen Störungen, die sie auch beim Sex unbewusst empfand. Diese körperlichen Symptome, welche die Patientin in ihrem späteren Leben begleiteten, wurden übergangen und die ursächlichen Zusammenhänge mit den körperlichen Symptomen (Narbe) nicht als gegenständlich empfunden. Die Patientin lebte in einer Art Verdrängung der Wirklichkeit und dem Leugnen der erlebten Vergangenheit.

Die Symptome:
Lendenwirbelsäulenbeschwerden, Nackenschmerzen mit muskulärem Hartspann, Kopfschmerzen bei Streß, Nieren- und Blasenbeschwerden, diverse Blasenreizungen.

Bei der zweiten Behandlung stellte sich durch die Überprüfung der vegetativen Versorgungen des Unterleibes, der urologischen Reflexe und der Zonen des Bindegewebes sehr kongruent heraus, dass der Unterleib die Störungen im Bindegewebe an der Wirbelsäule verursachte (siehe Bild unten). Dabei konnte sofort die Narbe lokalisiert werden, welche sich an der Harnröhre/dem Scheideneingang befand.

Auf Nachfrage wurde die Verletzung und die damit verbundene Empfindlichkeit dieser Stelle auch bestätigt. Jedoch die Patientin sagte sofort, das könnte nicht die Ursache für ihre Halswirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulenbeschwerden sein! Das hätte sie schon so lange, und ihre Beschwerden haben damit nichts zu tun.

Als ihr die Zusammenhänge klar gemacht wurden, kam sofort die Aussage: "Damit muss ich dann halt leben". Unser Anraten, sie selbst könnte mit unserer Anleitung ihre urologische Narbe behandeln, scheiterte an der bisherigen Lebenserfahrung bzgl. der diversen Therapien, welche ihr nicht wirklich halfen, sondern das Geschehen nur überdeckten.

Erstaunlich war es dann doch, dass die Patientin drei Monate später wieder da war. Es wäre ihr so gut wie nie gegangen. Nach der Behandlung und durch die positive Erfahrung war sie bereit, sich selbst zu behandeln. Sie bekam eine detaillierte Anleitung, wie urologische und genitale Narben selbst behandelt werden können. Damit wurde sie in die Lage versetzt die körperlichen Folgen (Narbe) zu eliminieren.

Bei einer späteren Sitzung kam es zu einem Re-Imprint. Bei diesem war der Mann der Klientin anwesend. Im Re-Imprint stellte sich heraus, dass die Patientin immer in dem Glauben lebte, sie habe mit ihrer kindlichen Sexualität und dem anfänglichen sexuellen Gefühlen, welche sie bei den ersten Manipulationen durch ihren Vater erlebte, diese ganzen Geschehnisse selbst initiiert, bzw. veranlasst.

Dieser Glaubenssatz und die damit verbundene eigene Schuldzuweisung sind durch den Re-Imprint und die Neugestaltung der Erinnerung, neu aus der Sicht einer erwachsenen Frau, zu bewerten.

Nur durch das Bearbeiten der körperlichen Speicherung (Narbe), konnte es zu dieser Lösung kommen. Aus der Sicht von SexReflex stellen sich gerade bei sexuellen Traumaerlebnissen therapeutische Lösungen nur dann komplex ein, wenn durch die gleichzeitige Behandlung von Körper und Psyche eine ganzheitliche Therapie durchgeführt wird.

Die urogenitalen Bindegewebszonen
Die urogenitalen Bindegewebszonen

zum Bild:
Die Gebiete der urogenitalen Bindegewebszonen sind Halswirbel C7 und die Beckenkämme mit dem Kreuzbein. Diese Zonen quellen bei Störungen in den urologischen oder genitalen Organen auf. Der Stoffwechsel ist durch die damit verbundenen Aufquellungen oder Einziehungen des Gewebes bis in die tiefen Schichten der Muskulatur und der Gelenke gestört.

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