17.12.2017


Folgen von Vergewaltigungen

Sexuelle Nötigung, Ausführung sexueller Handlungen gegen den eigenen Willen – Vergewaltigung hat immer mit körperlicher oder psychischer Gewalt zu tun.

Mögliche Folgen von Vergewaltigung sind:

körperliche:

  • körperliche Verletzungen
  • körperlicher Schockzustand
  • Narben
  • Schmerzen
  • Schutzhaltung
  • Beckenverkrampfungen
  • körperlicher Schockzustand
  • Steißbeineinziehung

psychische:

  • Hilflosigkeit
  • Dissoziation
  • Schuldgefühle
  • Bindung an den ersten Sexualpartner
  • Energiebruch
  • körperliche Schwäche bei Ausnahmezuständen
  • Prägungen (auf bestimmte Reize, Reaktion mit Schmerzen, Scham, Wut, u.s.w.)

Diese Seite soll Vergewaltigungsopfern einige Hinweise aus einer anderen Sicht für ihre Beschwerden aufzeigen.

Es ist immer eine schlimme Sache wenn "es" passiert, aber Schweigen hilft nicht weiter! Wie es zu dieser Situation kam und warum, dass ist auf dieser Seite nicht das Hauptthema. Dafür gibt es genug Therapeuten die helfen können.

Aber das Opfer einer Vergewaltigung kann sich besser selber helfen, wenn es folgende Dinge beachtet und der Körper aus ganzheitlicher Sicht betrachtet wird. Wir möchten hier nur auf die körperlichen Symptome eingehen, welche aus einer gewalttätigen Einwirkung auf die Unterleibsorgane entstehen können – also auf Symptome, deren Ursachen den Opfern oft gar nicht bewusst sind, die aber Beschwerden bereiten und vor allem eine befriedigende Sexualität verhindern. Diese Symptome sind meistens sehr verwaschen und unscheinbar.

Wer die Seiten von SexReflex bis jetzt gelesen hat kann schnell feststellen, dass einiges was hier steht neu ist und so noch nie beschrieben wurde.

Fassen wir noch mal schnell zusammen:
Das Gehirn steuert alle Vorgänge im Körper. Ohne Nerven kann der Körper nicht reagieren. Wenn Nerven überreizt sind, werden Befehle die vom Gehirn kommen nicht richtig ausgeführt. Werden Nerven fehlgereizt, so werden falsche Reflexe erzeugt (z.B. Operationen, Nervenschmerzen, Phantomschmerzen).

  • Narben können immer Nerven reizen.
  • Narben können Nerven fehlsteuern.
  • Narben stören das Energiesystem des Körpers.
  • Narben verhindern eine korrekte Weiterleitung von Nervenimpulsen.
  • Wird das Gehirn von diesen falsch gesteuerten Nerven immer überreizt, so kann es nicht mehr richtig reagieren und versucht diesen Nerv zu dämpfen.
  • Wird das vegetative Nervensystem übersteuert, muss das in nervösen Reaktionen enden.

Das Gehirn muss die Impulse des Körpers verarbeiten um den Körper zu steuern und diesen am Leben zu halten. Kein Mensch kann die Luft anhalten bis er tot ist. Es kommt zu einer Zwangsatmung. Den Herzschlag kann keiner anhalten, oder die Nierentätigkeit einstellen, die Verdauungstätigkeit steuern usw. Das gehört einfach zum Leben und es gibt Schutzmechanismen im Körper, die die Organfunktionen aufrecht erhalten. Das als kleiner Abstecher zum Nervensystem.

Nun aber zu den Problemen, welche durch eine Vergewaltigung ausgelöst werden können:

Bei einer Vergewaltigung kommt es zu verschiedenen bedrohlichen Auswirkungen, die Schutzmechanismen im Körper auslösen, um das Leben zu bewahren. Niemand kann sich sicher vor einer Vergewaltigung schützen. Es gibt verschiedene Arten der Vergewaltigung. Wir werden uns im Folgenden auf die körperliche Vergewaltigung beziehen.

Eine Vergewaltigung ist immer ein brutaler Eingriff in den Körper. Es ist geschehen und man (egal ob männlich oder weiblich) kann es nicht mehr rückgängig machen. Aber, man kann die Folgen beseitigen, bzw. lernen, damit umzugehen.

Was ist dabei passiert? Du hast Dich verkrampft, Deine Muskulatur hat sich zusammengezogen um Dich zu schützen. Du hast da gelegen und konntest Dich nicht wehren, hast dein Becken abgewinkelt, den Po zusammengekniffen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschlechtsorgane waren überhaupt nicht stimuliert und nicht auf Sex eingestellt. Du wurdest verletzt und dazu noch gedemütigt. Du hattest Angst, instinktive Angst. Du warst über eine bestimmte Zeit nicht mehr Herr Deines Körpers. Du wurdest benutzt und konntest Dich nicht wehren. Dein Unterleib war ungeschützt.

Wir schreiben das deswegen, damit Du noch mal diese Tat gedanklich rekonstruieren kannst. Du solltest es noch mal in Deinen Gedanken ablaufen lassen. Nicht das Seelische, das Grausame was Du mitgemacht hast – sondern die Tatsachen – das was geschehen ist – ohne eigene Schuldgefühle interpretiert.

Überlege was passierte. Sind Verletzungen entstanden? Warst Du eingerissen? Hast Du geblutet? Es ist wichtig, dass die Narben oder die Verletzungen lokalisiert werden.

Überprüfe Deinen Beckenboden bzw. Deinen Unterleib! (Anleitung hier)

Alles was Du im Beckenbodenbereich als empfindlich bzw. überreizt empfindest, was unangenehm für Dich ist, solltest Du notieren und Dich damit beschäftigen. Wir werden mit Dir zusammen dafür sorgen, dass Dein Körper wenigsten auf keine Narben mehr reagiert, dass Du ohne Ängste leben und lieben kannst und die vegetativen Fehlreizungen, welche aus diesem Vorfall entstanden sind, auf Dauer verschwinden.

Ein Beispiel

Zur Behandlung kamen zwei Frauen, beide lesbisch. Der "weibliche" Part der Beiden hatte immer Halswirbelsäulenverspannungen, verbunden mit Kopfschmerzen, Lendenwirbelsäulenbeschwerden und Blasenbeschwerden. Sie hatte eine Reizblase, besonders bei Aufregung.

Ihre Partnerin nahm all diese Beschwerden nicht ernst, sie lachte nur darüber und meinte, das sei alles nur Einbildung.

Sehr schnell konnte ich, über die Reflexe der Geschlechtsorgane, herausfinden, dass sie eine Narbe am Harnröhreneingang hatte, die für die permanente Blasenreizung verantwortlich war. Diese kaum sichtbare Narbe entstand in ihrer Kindheit, als sie von ihrem Onkel zweimal vergewaltigt wurde.

Die Patientin hatte bis zu ihrem 20. Lebensjahr manchen Freund gehabt, aber Geschlechtsverkehr war laut ihrer eigenen Aussage nicht möglich. Sie war zu verkrampft. Sie hatte im Zeitraum von einem Jahr mit drei verschiedenen Jungen Sex. Der Versuch miteinander zu schlafen scheiterte jedesmal, da sie nur Schmerzen hatte, ihre Vagina war verkrampft (Vaginismus) und zu trocken.

Nach diesen traumatischen Erlebnissen lag es für diese Frau nahe lesbisch zu werden. Denn eine Frau dringt nicht mit einem Penis ein. Frauen erleben zusammen oft klitorale Orgasmen, die auch ohne das Eindringen in die Vagina möglich sind. Außerdem kennt eine Frau, die das gleiche Spielzeug von Natur aus mitbekommen hat, sich meist besser mit der Stimulierung einer Vagina aus als die meisten Männer.

Die Patientin hatte ihr Becken immer verdreht und im wahrsten Sinne des Wortes eingezogen. Eine Schutzhaltung, die ihr Körper als Kind automatisch eingenommen hatte, damit ihr Onkel nicht zu tief in sie eindringen konnte. Diese Schutzhaltung wurde zu einer Prägung; dass heißt, sie vollzog sich sofort automatisch, bei jeder sexuellen Reizung des Beckenbodens. Dadurch wiederum wurde ihre Blasenreizung weiterhin unterhalten und auch ihre Nervosität verursacht.

Nach unserer Therapie, in die wir auch die Partnerin mit einbezogen, war es sehr schnell mit der Blasenreizung vorbei und die Beiden hatten dadurch eine bis dahin noch nicht erlebte Sexualität.

Durch die Behandlung der Reflexzonen und die damit verbundene Aufarbeitung des Vergewaltigungstraumas, fühlte sich die Frau auch wieder vom männlichen Geschlecht angezogen. Dieses wurde in der Folgezeit ausgelebt und es kam nie wieder zu den anfangs beschriebenen Beschwerden und sexuellen Störungen.

Solche Beispiele könnten wir viele anführen.

Warum wir das alles schreiben

Es geht uns darum, aufzuzeigen, dass der Körper nicht nur aus der Psyche besteht, sondern aus vielen Fragmenten, welche sich gegenseitig beeinflussen können und den gesamten Körper damit in eine Situation bringen, die dann therapeutisch nur sehr schlecht behandelbar ist.

Wenn Du in einer Behandlung bist, so denke immer an Deinen Körper und ziehe in Betracht, dass dieser evtl. in seiner Funktion eingeschränkt sein kann und dadurch Deine Beschwerden unterhält bzw. verstärkt.

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